Grüne Nidwalden fordern umfassenden Hitzeschutz
Die zunehmenden Hitze- und Trockenperioden stellen auch Nidwalden vor grosse Herausforderungen. Mit einem Postulat fordern die Grünen Nidwalden den Regierungsrat auf, aufzuzeigen, wie Bevölkerung, natürliche Lebensgrundlagen und Infrastrukturen wirksam vor den Folgen des Klimawandels geschützt werden können.
Die Sommer werden heisser, Hitzetage und Tropennächte nehmen zu. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke, Schwangere und Menschen, die im Freien arbeiten. Gleichzeitig setzen Trockenheit und hohe Temperaturen Wälder, Landwirtschaft und Gewässer zunehmend unter Druck.
Die Grünen Nidwalden begrüssen deshalb, dass der Regierungsrat bereits an einem kantonalen Hitzeaktionsplan arbeitet. Nun braucht es Klarheit über die konkreten Massnahmen, Zuständigkeiten, finanziellen Mittel und den Zeitplan. «Ein Hitzeaktionsplan darf nicht bei Verhaltenstipps für heisse Tage stehen bleiben. Wir müssen Nidwalden langfristig auf häufigere und intensivere Hitze- und Trockenperioden vorbereiten», sagt Landrat Benno Zurfluh.
Das Postulat verlangt unter anderem Antworten zum Schutz besonders gefährdeter Menschen, zur Waldbrandprävention, zur Unterstützung von Landwirtschaft und Fischerei sowie zum künftigen Umgang mit der knapper werdenden Ressource Wasser. Auch die Gemeinden, Schulen, Pflegeinstitutionen und die Spitex sollen verbindlich in die Massnahmen einbezogen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Siedlungsraum. Mehr Bäume und Schatten, weniger versiegelte Flächen, begrünte Dächer und Fassaden sowie eine wassersensible Siedlungsentwicklung können die Hitzebelastung deutlich reduzieren. Die Grünen wollen wissen, wie solche Massnahmen künftig bei kantonalen Projekten und in den Gemeinden systematisch gefördert und umgesetzt werden.
«Klimaanpassung ist keine Aufgabe für irgendwann. Die Folgen der Klimakrise sind heute spürbar. Jetzt müssen wir vorsorgen, damit Nidwalden auch in Zukunft ein lebenswerter Kanton bleibt.»
Das Postulat «Hitzeschutz und Klimaanpassung im Kanton Nidwalden – Bevölkerung schützen, Lebensqualität sichern» wurde von Landrat Benno Zurfluh eingereicht und von weiteren Mitgliedern des Landrates mitunterzeichnet.