Klares Nein zur Neutralitätsinitiative

Bei der Neutralitätsinitiative ist das Ergebnis der Befragung eindeutig. Die GRÜNEN Nidwalden empfehlen, die Initiative am 27. September klar abzulehnen.

Die Initiative würde die Handlungsfähigkeit der Schweiz in der Aussenpolitik massiv einschränken. Insbesondere würde sie verhindern, dass sich die Schweiz eigenständig an Sanktionen beteiligt, wie sie beispielsweise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine beschlossen wurden.

Für die GRÜNEN Nidwalden ist klar: Neutralität darf nicht bedeuten, bei schweren Verletzungen des Völkerrechts wegzuschauen. Mit einer Annahme der Initiative droht die Schweiz vielmehr zu einem Umgehungsplatz für internationale Sanktionen gegen Unrechtsregime und Kriegstreiber zu werden. Schweizer Unternehmen und Rohstoffkonzerne könnten wieder Geschäfte tätigen, welche sanktionierte Regime wirtschaftlich stärken und die Massnahmen unserer europäischen Nachbarn unterlaufen.

Die GRÜNEN Nidwalden sagen deshalb klar Nein zur Neutralitätsinitiative.

 

Geteiltes Meinungsbild bei der Ernährungsinitiative

Deutlich weniger eindeutig fällt die Befragung zur Ernährungsinitiative aus. Die Mitglieder und Sympathisant:innen der GRÜNEN Nidwalden beurteilen die Vorlage unterschiedlich.

Aufgrund dieses geteilten Meinungsbildes beschliessen die GRÜNEN Nidwalden Stimmfreigabe.

Die Ziele der Initiative finden grundsätzlich Unterstützung. Eine nachhaltigere Ernährung, die Reduktion des Konsums tierischer Produkte und der Schutz des Trinkwassers sind wichtige Anliegen einer zukunftsfähigen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik. Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Gleichzeitig enthält die Initiative Vorgaben, deren Umsetzung kritisch beurteilt wird. Insbesondere der angestrebte Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent innerhalb von zehn Jahren könnte kontraproduktive Folgen haben. Um dieses Ziel zu erreichen, könnte der Druck steigen, die landwirtschaftliche Produktion weiter zu intensivieren – mit negativen Folgen für Böden, Gewässer und Biodiversität.

Nachhaltige Ernährungspolitik bleibt das Ziel

Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung werden sich die GRÜNEN weiterhin für eine nachhaltige Landwirtschafts- und Ernährungspolitik einsetzen. Im Zentrum stehen eine umweltverträgliche Produktion, der Schutz von Klima, Biodiversität und Trinkwasser sowie ein Ernährungssystem, das langfristig tragfähig ist.

Die Parolen der GRÜNEN Nidwalden für
den 27. September 2026:

  • Neutralitätsinitiative: NEIN
  • Ernährungsinitiative: STIMMFREIGABE